Druckverlusttest durchführen
Ein Verbrennungsmotor erzeugt Energie, indem er zuerst Luft und Kraftstoff in die Brennkammer zieht. Als nächstes folgt die Verdichtung des Gemischs und die Zugabe eines Funken. Die Nutzung der daraus resultierenden Explosion ist letztlich der Antrieb des Autos. Der Motor verschleißt über die Nutzungsdauer, dies kann die Leistung durch Kolbenring-, Ventil- oder Zylinderwandverschleiß beeinträchtigen.
Kompressionstest
Ein gängiger Test für den Zustand eines Motors, das Luft-Kraftstoff-Gemisch zu verdichten, ist ein Motorverdichtungstest. Anstelle der Zündkerze wird ein Manometer angeschlossen. Der Motor wird dann gekurbelt mit abgeklemmter Zündspule, um einen Druckwert zu erzeugen. Ein Drucktest ist eine gute Möglichkeit, den Zustand des Motors zur Druckerzeugung zu überprüfen. Das Manometer misst den vom Zylinder erzeugten Überdruck.
Verlustmessung
Ein Motorlecktest ist ein Drucktest in umgekehrter Reihenfolge. Anstatt Druck aufzubauen wird durch das Zündkerzenloch Druckluft in den Zylinder eingeleitet. Ein Manometer am Tester misst den Druck, der in den Zylinder eintretenden Luft, das andere den Prozentsatz der aus dem Zylinder austretenden (oder austretenden) Luft. Der Prozentsatz der Verluste zeigt den Zustand des Zylinders und den Gesamtzustand des Motors an.
Obere Totpunkt
Bevor Luft in den Motor geleitet wird, muss der zu prüfende Zylinder im oberen Totpunkt (OT) platziert werden. Der Kolben muss sich oben auf seinem Hub befinden. Die Ein- und Auslassventile müssen geschlossen sein. Wenn die Luft in den Zylinder komprimiert wird, misst der Dichtheitsprüfstand den Verlust von Luft, die an Ventilen oder Kolbenringen vorbei entweicht. Wenn sich der Zylinder nicht im OT befindet, führt der Luftaustritt über ein offenes Ventil zu einem falschen Messwert.
Ergebnis
Kein Motor wird mit 0 Prozent Verlust eine perfekte Abdichtung aufweisen. Ein Verlust von fünf bis zehn Prozent deutet auf einen Motor in ausgezeichneter bis guter Betriebsbereitschaft hin. Ein Motor zwischen 10 und 20 Prozent kann immer noch gut laufen, aber es wird Zeit, die Dinge im Auge zu behalten. Über 20 Prozent Verlust und es kann Zeit für eine Überholung sein.
Der Prozentsatz der Leckage sollte auch über die Zylinder gleichmäßig sein. Große Unterschiede deuten auf ein Problem in diesem Zylinder hin.
Geräuschkulisse am Motor gibt erste Hinweise
Wenn man darauf achtet, wo die Luft mit dem Ohr entweicht, kann man das Problem isolieren.
- Einlassventil: Luft, die aus dem Einlass, Vergaser oder Drosselklappengehäuse pfeift, deutet auf eine Undichtigkeit am Einlassventil hin.
- Auslassventil: Luft, die aus dem Auspuffrohr, dem Turbolader oder dem Abgaskrümmer zischt, bedeutet ein Leck im Auslassventil.
- Kolbenringe: Wenn das PCV-Ventil, die Öleinfüllöffnung oder das Ölmessstabrohr pfeift oder zischt, drückt die Luft an den Ringen vorbei. Verdächtiger Verschleiß von Ring oder Zylinderwand.
- Zylinderkopfdichtung: Luftblasen im Motorkühlmittel, die am Einfülldeckel des Kühlers zu sehen sind, können bedeuten, dass Luft in das Kühlmittel entweicht, das an der Zylinderkopfdichtung vorbeiführt.
- Gerissener Zylinderkopf: Blasen im Kühlmittel oder Kühlmittel, die aus dem Kühlerhals nach oben gedrückt werden, können auch auf Risse im Zylinderkopf oder in den Zylinderwänden hinweisen.