Getriebeölwechsel

Getriebeölwechsel

Ein Wandlerautomat profitiert von regelmäßigen Ölwechseln, besonders bei Oldtimern – auch wenn OEM-Hersteller oft „Lifetime“-Füllungen anbieten.

Tools

  • Drehmomentschlüssel
  • Reinigungstücher und Bremsenreiniger
  • Neue Dichtung und Filter (für die Getriebeölwanne)
  • Neues Getriebeöl gemäß Herstellerangaben
  • Knarrenkasten (ggf. in Zoll/Inch)
  • Schraubenschlüssel (ggf. in Zoll/Inch)
  • Hebebühne oder Wagenheber mit Stützen
  • Auffangwanne
  • Trichter

Vorbereitung

Getriebeöl wird im Betrieb sehr heiß und benötigt Zeit, um im Stand abzukühlen. Daher sollte der Ölwechsel frühestens nach mindestens 2 Stunden Stillstand erfolgen.

1. Öl ablassen

Mit dem Fahrzeug sicher auf einer Hebebühne oder stabilen Stützen kann die Ölwanne demontiert werden. Neuere Fahrzeuge verfügen oft über eine Ölablassschraube – in diesem Fall das Öl zuerst über die Schraube ablassen. Bei Wannen ohne Ablassschraube bietet es sich an, eine Seite der Wanne weiter zu lösen, um das Öl kontrolliert über einen „Trichter-Effekt“ abzulassen. Ist die erforderliche Frischölmenge nicht bekannt, kann die Menge des Altöls als Referenz herangezogen werden.

2. Reinigung

Sobald das Öl abgelassen ist, sollte die Getriebewanne gründlich gereinigt werden. Achte besonders auf Abrieb der Kupplungsscheiben oder Metallspäne – in gewissem Maße normal, aber zu viel kann auf Probleme hinweisen. Sowohl die Wanne als auch die Auflageflächen am Getriebe sollten sorgfältig mit einem Tuch und Bremsenreiniger gesäubert werden. Wichtig: Vermeide, dass Bremsenreiniger ins Getriebe gelangt.

3. Filter wechseln

Der Getriebeölfilter kann nun ausgetauscht werden. Anschließend wird die Wanne in umgekehrter Reihenfolge wieder montiert.

4. Öl einfüllen

Das frische Getriebeöl wird mithilfe eines Trichters eingefüllt. Als Richtwert kann etwas weniger Öl als die abgelassene Menge verwendet werden.

5. Motorstart

Mit dem Getriebeöl auf dem unteren Messstabsniveau kann der Motor gestartet werden. Dies sollte idealerweise mit einer zweiten Person geschehen, um gleichzeitig den Ölstand zu kontrollieren und die Gänge durchzuschalten.

Den Motor im Gang „N“ oder „P“ starten und dort 10–15 Sekunden verweilen. Anschließend jeden Gang (P-R-N-D) durchschalten, dabei ebenfalls 10–15 Sekunden verweilen. Den Ölstand prüfen (z.B. in N) und falls nötig nachfüllen. Das Ziel ist, den Ölstand zwischen der unteren und oberen Markierung zu halten. Da sich das Öl bei steigender Temperatur ausdehnt, sollte im kalten Zustand nicht auf Maximum aufgefüllt werden.

Den Durchschaltvorgang dreimal wiederholen, den Ölstand prüfen und eine Probefahrt durchführen. Mit heißem Getriebeöl den finalen Ölstand checken und bei Bedarf anpassen.

6. Recycling

Altöl muss fachgerecht entsorgt werden, z.B. bei Autoteilehändlern oder Recyclingstationen.