Motorenerststart (Break-In)

Break In

Die ersten 20-30 Minuten eines Motors sind entscheidend für Langlebigkeit und Performance.

Vorbereitung

Bei einem frischen Motor (z.B Neuaufbau, Überholung) ist nichts wichtiger in Bezug auf den ersten Start, als gute Vorbereitung. Es empfiehlt sich – grundsätzlich – hier mindestens mit zwei Personen die Arbeit durchzuführen. Wir empfehlen bei fehlender Anzeige eine Öldruckanzeige nachzurüsten.

Folgende Punkte zeigen auf, was als Vorbereitung geschehen muss.

  • Vergaser auf Standardeinstellung oder ggf. bereits für den Motor vorkonfiguriert
  • Zündung auf Standardeinstellung oder 10 Grad vor OT, falls nicht vorhanden
  • Öldruck vor Start herstellen, durch Drehen der Ölpumpe per Hand erzeugen vor Motorstart (z.B. mit altem Zündverteiler)
  • Alle elektronischen und mechanischen Anschlüsse und Verbindungen prüfen
  • Sichtprüfung der Benzinleitung und des Vergasers/Chokes
  • Passendes Break-In Öl + Zinkzusatz (bei Flat-Tappet-Nockenwellen) vorhanden und eingefüllt
  • Ölfilter nass (nicht trocken)

Rauchentwicklung und Geruch sind beim Erststart in gewissem Maß normal, Dichtungen brennen sich ein und Motorlacke härten aus.

Dennoch sollte IMMER ein Feuerlöscher parat stehen.
Wir empfehlen mindestens zwei Personen für diesen Job.

Es gibt zwei Methoden für die sog. Break-In Prozedur eines Motors und der Nockenwelle.

Die alte, bewährte Methode

Dauer: 20-25 Minuten Non-Stop, sollte es zu Komplikationen kommen und der Motor ausgeschalten werden, so muss von vorne begonnen werden bis eine Einlaufzeit von 30 Minuten (gesamt) erreicht ist. Es empfiehlt sich den Kühler durch Druckluft oder Ventilator ausreichend Luft zukommen zu lassen während des Vorgangs.

  • Motor starten
  • Sofort auf 2500 U/Min bringen und Öldruck beachten
  • Für 5-7 Minuten konstant bei 2500U/Min halten
  • Ab 7 Minute kann mit leichten Gasstößen bis zu 3500U/Min gekommen werden, dazwischen bei 2500U/Min halten
  • Nach 25 Minuten ist der Vorgang abgeschlossen und der Motor kann abgeschaltet werden.
  • Ölfilter und Ölwechsel nach diesem Vorgang zwingend notwendig. Wir empfehlen danach Super50 ohne Zusatz.
  • Zinkzusatz bei Flat-Tappet Cams empfohlen, außer bei Super50

Die neue Methode

Dauer: 3×10 Minuten, sollte es zu Komplikationen kommen und der Motor ausgeschalten werden, so muss von vorne begonnen werden bis eine Einlaufzeit von 30 Minuten (gesamt) erreicht ist. Es empfiehlt sich den Kühler durch Druckluft oder Ventilator ausreichend Luft zukommen zu lassen während des Vorgangs.

  • Motor starten
  • Sofort auf 2500 U/Min bringen und Öldruck beachten
  • Für 10 Minuten konstant bei 2500U/Min halten
  • Motor ausschalten und abkühlen lassen
  • Motor starten
  • Sofort auf 2500 U/Min bringen und Öldruck beachten
  • Ab 5 Minuten kann mit leichten Gasstößen bis zu 3500U/Min bekommen werden, dazwischen bei 2500U/Min halten bis wieder 10 Minuten erreicht sind
  • Motor ausschalten und abkühlen lassen
  • Motor starten
  • Sofort auf 2500 U/Min bringen und Öldruck beachten
  • Ab 5 Minuten kann mit leichten Gasstößen bis zu 3500U/Min bekommen werden, dazwischen bei 2500U/Min halten bis wieder 10 Minuten erreicht sind
  • Motor ausschalten und abkühlen lassen
  • Ölfilter und Ölwechsel nach diesem Vorgang zwingend notwendig. Wir empfehlen danach Super50 ohne Zusatz.
  • Zinkzusatz bei Flat-Tappet Cams empfohlen, außer bei Super50

Crane und Comp Cams haben diese Methode jahrelang ausführlich getestet und 2017 ein Statement zur Verwendung herausgebracht. Wir entscheiden uns für diese Methode um noch effizienter bei der Aushärtung der Metalle mitwirken zu können.

DISCLAIMER – Wer sich unsicher über die Zusammensetzung seiner Nockenwelle ist, der sollte die Standard Methode verwenden.